Der Sonntagsbrief

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Glossar

Gartenbegriffe kurz erklärt — von Abhärten bis Vlies. Neue Begriffe als Unterseiten dieser Seite anlegen.

Abhärten

Vorgezogene Jungpflanzen schrittweise an Sonne, Wind und kühle Nächte gewöhnen, bevor sie ins Beet kommen — erst stundenweise, dann ganztags.

→ Zum Artikel: Tomaten vorziehen auf der Fensterbank: Der komplette Fahrplan

Anhäufeln

Erde am Stängel aufschütten, damit die Pflanze dort zusätzliche Wurzeln oder Knollen bildet. Pflicht bei Kartoffeln, nützlich bei Lauch.

→ Zum Artikel: Kartoffeln im Eimer anbauen — der ehrliche Test

Ausgeizen

Seitentriebe, die in den Blattachseln wachsen, ausbrechen — lenkt die Kraft der Pflanze in Frucht statt Laub.

→ Zum Artikel: Tomaten ausgeizen — oder lieber nicht? Das Experiment

Direktsaat

Samen kommen direkt ins Beet statt in Anzuchttöpfe. Funktioniert bei allem, was schnell keimt oder Verpflanzen schlecht verträgt (Möhren, Radieschen).

→ Zum Artikel: Aussaatkalender August: Diese 12 Gemüse kannst du jetzt noch säen

Fermentation

Konservierung durch Milchsäurebakterien: Gemüse unter Salzlake wird haltbar, sauer und bekömmlich — ganz ohne Kochen.

→ Zum Artikel: Sauerkraut selber machen im Glas: Fermentieren ohne Spezialzubehör

Fruchtfolge

Der geplante Wechsel der Kulturen auf einem Beet über die Jahre. Verhindert einseitige Bodenauslaugung und ausdauernde Schädlinge.

→ Zum Artikel: Mischkultur: Diese Beet-Nachbarn schützen sich gegenseitig

Gründüngung

Pflanzen wie Phacelia oder Winterroggen, die nicht geerntet, sondern eingearbeitet werden: Sie schützen und füttern den Boden zwischen zwei Kulturen.

→ Zum Artikel: Aussaatkalender September: Jetzt beginnt die Wintersaison

Kaltkeimer

Samen, die erst nach einer Kälteperiode keimen (z. B. Bärlauch, viele Stauden). Werden im Herbst oder Winter gesät — Geduld gehört zum Konzept.

Kompost

Verrottetes organisches Material — der wichtigste Dünger und Bodenverbesserer im Garten. Reif ist er, wenn er nach Waldboden riecht.

→ Zum Artikel: Kompost umsetzen: Wann es sich wirklich lohnt — und wann nicht

Mischkultur

Verschiedene Kulturen gezielt nebeneinander pflanzen, damit sie sich gegenseitig schützen oder Platz und Nährstoffe besser nutzen.

→ Zum Artikel: Mischkultur: Diese Beet-Nachbarn schützen sich gegenseitig

Mulchen

Den Boden mit Rasenschnitt, Stroh oder Laub bedecken: hält Feuchtigkeit, unterdrückt Unkraut, füttert das Bodenleben.

→ Zum Artikel: Gurken bitter? Daran liegt’s — und so verhinderst du es

Nützlinge

Tiere, die Schädlinge fressen: Igel, Marienkäfer, Florfliegen, Vögel. Ein naturnaher Garten hält sie — Gift vertreibt sie.

→ Zum Artikel: Igel im Garten ansiedeln: So klappt’s wirklich

Pikieren

Sämlinge aus der Saatschale in einzelne Töpfe umsetzen, sobald das erste echte Blattpaar steht. Gibt Wurzeln Platz und macht Pflanzen kräftig.

→ Zum Artikel: Tomaten vorziehen auf der Fensterbank: Der komplette Fahrplan

Rotte

Der Verrottungsprozess im Kompost. Heißrotte (frisch aufgesetzt) tötet Unkrautsamen, die anschließende Reifephase macht den Kompost pflanzenverträglich.

→ Zum Artikel: Kompost umsetzen: Wann es sich wirklich lohnt — und wann nicht

Samenfest

Sorten, deren Saatgut sortenecht nachgebaut werden kann — im Gegensatz zu F1-Hybriden, die nur eine Generation lang ihre Eigenschaften behalten.

Staunässe

Wasser, das nicht abfließen kann und Wurzeln faulen lässt. Häufigste Todesursache in Töpfen und Kübeln — Abzugslöcher sind Pflicht.

→ Zum Artikel: Kartoffeln im Eimer anbauen — der ehrliche Test

Vlies

Leichtes Gewebe als Frost- und Insektenschutz über Beeten. Lässt Licht und Wasser durch, hält aber Kälte und Gemüsefliegen draußen.

→ Zum Artikel: Wintersalate säen: Feldsalat, Postelein & Co. für die kalte Küche

Vorziehen

Pflanzen geschützt auf der Fensterbank oder im Gewächshaus starten, bevor sie ins Beet dürfen — verlängert die Saison um Wochen.

→ Zum Artikel: Tomaten vorziehen auf der Fensterbank: Der komplette Fahrplan